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Was kostet ein Online-Shop mit Shopware?

9 Min. Lesezeit

von Marcel, Senior-Softwareentwickler

Ein eigener Online-Shop klingt erst mal nach einer überschaubaren Sache – bis die Angebote eintreffen und von wenigen tausend bis zu sechsstelligen Beträgen alles dabei ist. Woran liegt das? Wir bringen Licht ins Dunkel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kosten: Einsteiger-Shop ab 5.900 €, ausgebauter Shop ab 11.900 €, Migration eines Altshops ab 3.900 €. Laufende Betreuung ab 199 €/Monat.
  • Größter Hebel: Die Anbindung an Warenwirtschaft, Versand und Buchhaltung treibt den Preis am stärksten.
  • Laufend einplanen: Zu den einmaligen Kosten kommen Hosting, Updates und Wartung dazu.
  • Oft vergessen: Zahlungsanbieter-Gebühren, Produktfotos und Texte stehen in keinem Entwicklungsangebot – kosten aber Geld.
  • Klug starten: Erst ein solider Shop, der verkauft, dann gezielt erweitern – so bleibt die Investition planbar.
  • Einordnung: Einen ersten Richtwert liefert dir der interaktive Paket-Konfigurator.

Die Größenordnungen

Grob lassen sich Shopware-Projekte in drei Kategorien einteilen:

  • Einsteiger-Shop – ab 5.900 €: ein sauber aufgesetzter Shop mit Standard-Funktionen, angepasstem Theme, Zahlungsarten und Versand.
  • Ausgebauter Shop – ab 11.900 €: individuelles Design, eigene Funktionen und erste Schnittstellen.
  • Individueller Shop: tiefe ERP-Integration, eigene Plugins und besondere Bestellprozesse – nach oben offen, weil hier deine Prozesse den Umfang bestimmen.

Dazu die Bausteine, die am häufigsten dazukommen:

BausteinPreis
Migration eines bestehenden Shopsab 3.900 €
Individuelles Theme statt angepasstem Standardab 2.900 €
Anbindung an Warenwirtschaft/ERPab 2.900 €
Eigenes Shopware-Pluginab 990 €
SEO-Paket zum Startab 790 €
Laufende Betreuung (Updates, Monitoring, Support)ab 199 €/Monat
Arbeit nach Aufwand79 €/h

Diese Spannen sind Richtwerte. Was dein Shop konkret kostet, hängt von deinen Anforderungen ab – nicht von einer Preisliste. Einen ersten, greifbaren Richtwert für dein Vorhaben liefert dir unser interaktiver Paket-Konfigurator, in dem du die wichtigsten Bausteine selbst zusammenstellst.

Drei typische Projekte, durchgerechnet

Zahlen in einer Tabelle helfen nur begrenzt. Deshalb drei Zuschnitte, wie sie uns in der Praxis regelmäßig begegnen – mit dem, was jeweils tatsächlich zusammenkommt.

Der Direktvermarkter mit 40 Produkten. Ein Hofladen, der zusätzlich online verkaufen will. Standard-Theme in den eigenen Farben, Zahlung per PayPal und Rechnung, DHL-Versand, keine Schnittstelle zu irgendetwas. Das ist der Einsteiger-Shop ab 5.900 €. Die Produkte pflegt er selbst ein, wir zeigen ihm einmal wie. Laufend kommen Hosting und Betreuung dazu – bei dieser Größe der überschaubarste Posten im ganzen Projekt.

Der Handwerksbetrieb mit Ersatzteilverkauf. 2.000 Artikel, die bereits in der Warenwirtschaft liegen und dort auch weiter gepflegt werden sollen. Hier kommt zum ausgebauten Shop ab 11.900 € die ERP-Anbindung ab 2.900 € dazu, weil Bestände und Preise sonst doppelt gepflegt werden müssten. Genau dieser eine Baustein entscheidet darüber, ob der Shop im Alltag Arbeit spart oder Arbeit macht.

Der B2B-Händler mit Kundenpreisen. Jeder Kunde sieht seine eigenen Konditionen, es gibt Staffelpreise und Bestellung auf Rechnung nach Bonitätsprüfung. Das ist kein Paket mehr, sondern ein individueller Shop. Wir haben solche Projekte schon mit einem klar geschnittenen ersten Ausbau begonnen und die Sonderlogik danach schrittweise ergänzt – das hält die erste Rechnung kleiner und bringt den Shop früher ans Netz.

Was den Preis bestimmt

Design. Ein angepasstes Standard-Theme ist deutlich günstiger als ein komplett individuelles Design. Shopware bringt ein solides Standard-Theme mit, das sich in Farben, Schriften und Aufbau weit anpassen lässt – für die meisten Shops reicht das völlig. Ein eigenes Theme ab 2.900 € lohnt sich, wenn deine Marke visuell klar erkennbar sein muss oder du Layouts brauchst, die das Standard-Theme nicht hergibt.

Funktionen. Konfiguratoren, Abo-Modelle, B2B-Preise oder Marktplatz-Anbindungen erhöhen den Aufwand spürbar. Die Frage ist selten „geht das?", sondern „wie viele Sonderfälle hat das?". Ein Produktkonfigurator mit drei Optionen ist eine überschaubare Sache. Einer, bei dem sich Optionen gegenseitig ausschließen und den Preis nach Fläche berechnen, ist ein eigenes kleines Projekt.

Schnittstellen. Die Anbindung an Warenwirtschaft, Versand und Buchhaltung ist meist der größte einzelne Hebel. Der Aufwand hängt weniger an Shopware als am anderen System: Hat es eine dokumentierte API, wird es überschaubar. Läuft der Austausch über CSV-Dateien auf einem FTP-Server, wird es aufwendiger – nicht wegen der Technik, sondern wegen der Fehlerfälle, die man alle abfangen muss.

Datenmigration. Der Umzug von Produkten, Kunden und Bestellungen aus einem alten Shop kostet Zeit, und zwar überwiegend für Dinge, die niemand vorher auf dem Zettel hat: Varianten, die im Altsystem anders modelliert waren, Bilder ohne saubere Zuordnung, Kundenkonten mit Passwörtern in einem Format, das Shopware nicht kennt. Wenn du von Shopware 5 kommst, haben wir den Weg auf Shopware 6 hier im Detail beschrieben.

Die Kosten, die in keinem Entwicklungsangebot stehen

Das ist der Punkt, an dem Budgets reißen – nicht bei der Entwicklung, sondern bei allem drumherum. Diese Posten tauchen in unserem Angebot nicht auf, weil sie nicht an uns gehen. Einplanen musst du sie trotzdem.

Shopware-Lizenz. Die Community Edition ist quelloffen und kostenlos – für die allermeisten Shops die richtige Wahl. Die kommerziellen Editionen kosten Geld, ihre Preise verhandelt Shopware individuell. Wir sagen dir ehrlich, wenn dein Vorhaben eine davon wirklich braucht; in der Praxis ist das selten.

Hosting. Ein Shop braucht mehr als ein Webhosting-Paket für 5 € im Monat. Realistisch bewegst du dich je nach Anbieter und Shopgröße zwischen etwa 20 und 60 € im Monat für kleine Shops und mehreren hundert Euro für gut besuchte Systeme mit vielen Artikeln. Das sind Marktpreise, keine Zahlen von uns – aber sie gehören in die Rechnung.

Zahlungsanbieter. PayPal, Stripe, Klarna und Co. nehmen pro Transaktion einen Prozentsatz plus einen Fixbetrag. Klingt nach wenig, ist bei kleinen Warenkörben aber ein spürbarer Anteil deiner Marge. Vergleiche die Konditionen, bevor du dich festlegst – wechseln ist später möglich, aber lästig.

Inhalte. Produktfotos, Beschreibungstexte, Versandbedingungen, Rechtstexte. Ein technisch perfekter Shop mit schlechten Produktbildern verkauft nicht. Wenn du 500 Artikel hast und keine brauchbaren Fotos, ist das ein eigener Budgetposten – und oft ein größerer als gedacht.

Rechne diese vier Posten einmal grob zusammen, bevor du ein Entwicklungsbudget freigibst. Wir haben Projekte erlebt, bei denen die Fotografie am Ende mehr gekostet hat als die Hälfte des Shops.

Die laufenden Kosten nicht vergessen

Ein Shop ist kein einmaliges Projekt, sondern ein lebendes System. Plane Hosting, Updates und Wartung mit ein. Je nach Größe bewegen sich diese laufenden Kosten von überschaubaren Beträgen für kleine Shops bis zu monatlichen Wartungspaketen für größere Systeme.

Warum das kein optionaler Posten ist: Shopware veröffentlicht regelmäßig Sicherheitsupdates. Ein Shop, der ein Jahr lang keins bekommen hat, ist ein Shop mit bekannten Lücken – und in dem liegen Kundendaten und Zahlungsvorgänge. Dazu kommt, dass Plugins nach größeren Updates gelegentlich nachgezogen werden müssen. Wer das aufschiebt, zahlt es später gebündelt, meist zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Der Vorteil einer laufenden Betreuung ab 199 €/Monat: Der Shop bleibt schnell, sicher und aktuell, und du hast jemanden, der das System schon kennt, wenn tatsächlich mal etwas klemmt.

Wie lange dauert das?

Die Frage kommt fast immer direkt nach der Preisfrage, deshalb gleich hier:

ProjektRealistische Dauer
Einsteiger-Shop3–5 Wochen
Ausgebauter Shop6–10 Wochen
Shop mit ERP-Anbindung8–14 Wochen
Migration eines Altshopsstark abhängig von der Datenqualität

Der ehrliche Zusatz: Diese Zeiträume gelten ab dem Moment, in dem deine Inhalte und Zugangsdaten vorliegen. Der häufigste Grund für Verzögerungen ist nicht die Entwicklung – es sind fehlende Produktdaten, ungeklärte Versandregeln oder ein Zahlungsanbieter, dessen Vertragsprüfung länger dauert als geplant.

Warum Angebote so weit auseinanderliegen

Wenn du drei Angebote einholst und zwischen 4.000 und 40.000 € alles dabei ist, liegt das selten an unterschiedlichen Stundensätzen. Es liegt fast immer daran, dass die Angebote unterschiedliche Dinge enthalten. Diese vier Fragen machen sie vergleichbar:

  1. Ist ein individuelles Theme drin oder ein angepasstes Standard-Theme? Das ist oft der größte Einzelunterschied.
  2. Sind Schnittstellen enthalten – und welche genau? „ERP-Anbindung" kann ein nächtlicher Bestandsabgleich sein oder eine bidirektionale Synchronisation in Echtzeit.
  3. Wer pflegt die Produktdaten ein? Bei 2.000 Artikeln ist das ein erheblicher Posten, der in manchen Angeboten steckt und in anderen nicht.
  4. Was passiert nach dem Launch? Ein Angebot ohne Wartung ist günstiger und lässt dich danach allein.

Warum Shopware – und nicht ein Baukasten?

Baukasten-Systeme sind günstig und schnell, stoßen aber schnell an Grenzen, sobald du etwas Individuelles brauchst. Shopware ist quelloffen, „Made in Germany" und extrem flexibel. Du behältst die Kontrolle über deine Daten und kannst praktisch jede Anforderung umsetzen. Genau deshalb ist Shopware unsere Empfehlung, wenn ein Shop mehr können soll als „Produkt rein, Bestellung raus" – und der Grund, warum wir uns auf die Entwicklung von Shopware-Shops spezialisiert haben.

Ehrlich bleibt aber auch: Wenn du zehn Produkte verkaufst, keine Schnittstellen brauchst und die monatlichen Kosten dein Hauptkriterium sind, ist ein Baukasten die vernünftigere Wahl. Wir sagen das lieber vorher, als dir einen Shop zu bauen, den du nicht brauchst.

Warum Shopware – und nicht ein Baukasten?

Baukasten-Systeme sind günstig und schnell, stoßen aber schnell an Grenzen, sobald du etwas Individuelles brauchst. Shopware ist quelloffen, „Made in Germany“ und extrem flexibel. Du behältst die Kontrolle über deine Daten und kannst praktisch jede Anforderung umsetzen. Genau deshalb ist Shopware unsere Empfehlung, wenn ein Shop mehr können soll als „Produkt rein, Bestellung raus“ – und der Grund, warum wir uns auf die Entwicklung von Shopware-Shops spezialisiert haben.

Klug starten

Auch hier gilt: Du musst nicht alles auf einmal bauen. Starte mit einem soliden Shop, der verkauft, und erweitere ihn dann gezielt um die Funktionen, die dir echtes Geld bringen. So bleibt die Investition planbar. Bei Zusatzfunktionen lohnt sich außerdem der Blick, ob ein eigenes Plugin statt eines monatlichen Abos auf Dauer günstiger ist.

Was wir bei knappem Budget zuerst streichen würden

Wenn das Budget nicht für alles reicht, ist die Reihenfolge wichtiger als die Summe. Unsere Empfehlung, in dieser Reihenfolge:

  • Zuerst streichen: das individuelle Theme. Das angepasste Standard-Theme sieht gut aus und verkauft. Ein eigenes Design kannst du nachrüsten, wenn der Shop Umsatz macht.
  • Dann: Sonderfunktionen. Wunschlisten, Produktvergleiche, ausgefeilte Filter. Nett, aber selten der Grund, warum jemand kauft.
  • Nicht streichen: die Schnittstelle zur Warenwirtschaft, wenn du ohne sie doppelt pflegen müsstest. Der Aufwand kommt sonst als tägliche Handarbeit zurück und ist innerhalb eines Jahres teurer als die Anbindung.
  • Auf keinen Fall streichen: Wartung und ein sauberer Checkout. Beim Checkout entscheidet sich, ob aus Besuchern Kunden werden. Und ein ungewarteter Shop ist ein Sicherheitsproblem mit Kundendaten drin.
  • Ebenfalls nicht streichen: Grundlegendes SEO. Ein Shop, den niemand findet, ist ein teurer Katalog.

Du überlegst, einen Shop erstellen zu lassen oder von einem Baukasten zu Shopware umzuziehen? Erzähl uns von deinem Sortiment – wir geben dir eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie lautet, dass du gerade noch keinen individuellen Shop brauchst.

Häufige Fragen

Was kostet ein Online-Shop mit Shopware?

Ein sauber aufgesetzter Einsteiger-Shop mit Standard-Funktionen startet bei uns ab 5.900 €, ein ausgebauter Shop ab 11.900 €, die Migration eines bestehenden Shops ab 3.900 €, laufende Betreuung ab 199 €/Monat. Individuelle Shops mit tiefer ERP-Integration, eigenen Plugins und besonderen Bestellprozessen sind nach oben offen. Was dein Shop konkret kostet, hängt an deinen Anforderungen – nicht an einer Preisliste.

Was treibt die Kosten eines Shopware-Shops am stärksten?

Der größte Hebel ist die Anbindung an Warenwirtschaft, Versand und Buchhaltung. Danach kommen ein komplett individuelles Design statt eines angepassten Standard-Themes, Sonderfunktionen wie Konfiguratoren, Abos oder B2B-Preise sowie der Umzug von Produkten, Kunden und Bestellungen aus dem alten Shop.

Welche laufenden Kosten kommen zum Shop dazu?

Ein Shop ist kein einmaliges Projekt, sondern ein lebendes System: Hosting, Updates und Wartung gehören dauerhaft dazu. Je nach Größe reicht das von überschaubaren Beträgen für kleine Shops bis zu monatlichen Wartungspaketen für größere Systeme. Der Vorteil: Ein gepflegter Shop bleibt schnell, sicher und aktuell.

Lohnt sich Shopware gegenüber einem Baukasten?

Baukasten-Systeme sind günstig und schnell, stoßen aber an Grenzen, sobald du etwas Individuelles brauchst. Shopware ist quelloffen und sehr flexibel, du behältst die Kontrolle über deine Daten und kannst praktisch jede Anforderung umsetzen. Sobald dein Shop mehr können soll als „Produkt rein, Bestellung raus“, lohnt sich der Wechsel. Verkaufst du zehn Produkte ohne Schnittstellen, ist ein Baukasten die vernünftigere Wahl.

Wie lange dauert es, einen Shopware-Shop zu bauen?

Ein Einsteiger-Shop braucht realistisch 3 bis 5 Wochen, ein ausgebauter Shop 6 bis 10 Wochen, ein Shop mit ERP-Anbindung 8 bis 14 Wochen. Bei einer Migration hängt die Dauer stark von der Datenqualität des Altsystems ab. Diese Zeiträume gelten ab dem Moment, in dem Inhalte und Zugangsdaten vorliegen – der häufigste Grund für Verzögerungen sind fehlende Produktdaten, nicht die Entwicklung.

Welche Kosten kommen zusätzlich zur Entwicklung auf mich zu?

Vier Posten, die in keinem Entwicklungsangebot stehen: die Shopware-Lizenz (die Community Edition ist kostenlos und für die meisten Shops richtig), das Hosting (je nach Anbieter und Größe etwa 20 bis 60 € im Monat für kleine Shops, mehrere hundert für gut besuchte Systeme), die Gebühren der Zahlungsanbieter (ein Prozentsatz pro Transaktion plus Fixbetrag) sowie Produktfotos und Texte. Gerade der letzte Posten wird regelmäßig unterschätzt.

Warum liegen Shop-Angebote preislich so weit auseinander?

Selten wegen unterschiedlicher Stundensätze, fast immer wegen unterschiedlicher Inhalte. Vier Fragen machen Angebote vergleichbar: Ist ein individuelles Theme enthalten oder ein angepasstes Standard-Theme? Welche Schnittstellen sind konkret enthalten? Wer pflegt die Produktdaten ein? Und was passiert nach dem Launch – ist Wartung dabei?

Was sollte ich bei knappem Budget zuerst weglassen?

Zuerst das individuelle Theme – das angepasste Standard-Theme verkauft genauso gut und lässt sich später nachrüsten. Danach Sonderfunktionen wie Wunschlisten oder Produktvergleiche. Nicht streichen solltest du die Warenwirtschafts-Anbindung, wenn du sonst doppelt pflegen müsstest, und auf keinen Fall Wartung, einen sauberen Checkout und grundlegendes SEO.

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