Shopware Preise: Was die Editionen kosten – und welche du brauchst
8 Min. Lesezeit
von Marcel, Senior-Softwareentwickler
„Was kostet Shopware?“ ist eine Frage mit drei Antworten, und die meisten Vergleichsartikel mischen sie fröhlich durcheinander. Die Software selbst ist als Community Edition kostenlos – solange dein Shop unter einer Million Euro Jahresumsatz bleibt. Darüber brauchst du einen kostenpflichtigen Plan: Rise ab 600 €/Monat, Evolve ab 2.400 €/Monat, Beyond individuell (Herstellerpreise laut shopware.com/de/preise, abgerufen am 8. September 2026). Und davon völlig getrennt stehen die Kosten dafür, dass jemand deinen Shop tatsächlich baut und betreibt. Genau diese drei Blöcke trennen wir hier sauber auf.
Das Wichtigste in Kürze
- Kernantwort: Die Shopware Community Edition kostet keine Lizenzgebühr. Ab 1 Mio. € Jahresumsatz (GMV) verlangt Shopware einen bezahlten Plan.
- Herstellerpreise: Rise ab 600 €/Monat, Evolve ab 2.400 €/Monat, Beyond individuell – gekoppelt an deinen GMV, also Einstiegs- und keine Endpreise.
- Für die meisten Shops unter der GMV-Grenze ist die Community Edition die richtige Antwort. Ein Upgrade nur wegen einer einzelnen Funktion lohnt selten.
- Dazu kommt das Projekt: Ein Shopware-Shop startet bei uns ab 5.900 €, der Ausbau ab 11.900 €, die laufende Betreuung ab 199 €/Monat. Hosting zahlst du separat.
Die Kurzantwort: Shopware kostet erst ab einer Million Euro Umsatz Geld
Shopware 6 gibt es als Community Edition unter MIT-Lizenz zum kostenlosen Download. Storefront, Bestellverwaltung, Erlebniswelten, Checkout, Verkaufskanäle, Rule Builder – der komplette Open-Source-Kern ist enthalten, und du darfst ihn kommerziell einsetzen. Es gibt keine Lizenzgebühr, keine Transaktionsgebühr an Shopware, keine Nutzerbeschränkung.
Eine Grenze gibt es trotzdem, und die ist neu genug, dass sie viele Vergleichsartikel noch nicht kennen: Seit dem 24. März 2025 gilt für die Community Edition eine Fair Usage Policy. Shopware fasst sie so zusammen: Unternehmen mit einem über den Shopware-Shop erwirtschafteten Jahres-GMV unter 1 Mio. € behalten unverändert vollen Zugriff auf Shopware Account und Shopware Store. Wer darüber liegt, muss Rise, Evolve oder Beyond buchen, um diesen Zugriff zu behalten. Die GMV-Meldung ist dabei für alle Community-Edition-Nutzer verpflichtend, egal ob über oder unter der Schwelle. Shopware kündigt außerdem an, vor Maßnahmen zunächst individuell mit dem Händler zu sprechen und Zeit für den Übergang zu geben. (Quelle: Fair Usage Policy, shopware.com, abgerufen am 8. September 2026.)
Wichtig für die Einordnung: GMV ist der Bruttowarenwert deiner Bestellungen, nicht dein Gewinn. Ein Shop mit 1,2 Mio. € Umsatz und 6 % Marge fällt genauso unter die Regel wie einer mit 1,2 Mio. € und 40 % Marge. Wer knapp unter der Grenze steht und plant zu wachsen, sollte den Plan-Preis deshalb heute schon in die Kalkulation nehmen – nicht erst, wenn die Mail von Shopware kommt.
Shopware-Editionen im Vergleich: Community, Rise, Evolve und Beyond
Die kostenpflichtigen Pläne bauen kumulativ aufeinander auf: Rise enthält die Community Edition, Evolve enthält Rise, Beyond enthält beides. Technisch kommen die Zusatzfunktionen über die Shopware-Commercial-Erweiterung in den Shop – in der Cloud ist sie vorinstalliert, self-hosted installierst du sie selbst.
| Edition | Preis (Stand 08.09.2026) | Buchung | Wofür sie gedacht ist |
|---|---|---|---|
| Community Edition | kostenlos (MIT-Lizenz) | Download, self-hosted | Shops bis 1 Mio. € GMV/Jahr |
| Rise | ab 600 €/Monat | direkt im Shopware Account buchbar | Wachsende B2C-Shops, KI- und Automatisierungsfunktionen |
| Evolve | ab 2.400 €/Monat | nur über den Shopware-Vertrieb | Mittelstand mit B2B-Anforderungen |
| Beyond | individuell | nur über den Shopware-Vertrieb | Enterprise, Subscriptions, komplexe Setups |
Herstellerpreise laut shopware.com/de/preise, abgerufen am 8. September 2026. Shopware weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Preise am GMV und weiteren individuellen Faktoren orientieren – die Beträge sind also Einstiegspreise, keine Endpreise. Für Beyond nennt Shopware keinen belastbaren Listenpreis; hier wird grundsätzlich individuell verhandelt. Preise und Funktionsumfang ändern sich, prüf sie vor einer Entscheidung bitte selbst nach.
Was die Pläne inhaltlich mitbringen, in der Kurzfassung – und bewusst ohne die Marketing-Feature-Liste nachzuerzählen:
- Rise ergänzt vor allem Automatisierung und KI: den erweiterten Flow Builder und den AI Copilot mit Textgenerierung für Erlebniswelten, Produktbeschreibungen, Bild-Verschlagwortung, Rezensions-Zusammenfassungen und Kundenklassifizierung. Dazu kommt schnellerer Hersteller-Support.
- Evolve ist die B2B-Stufe: kundenindividuelle Preise, B2B-Komponenten wie Freigabeprozesse und Angebotsverwaltung, erweiterte Rechteverwaltung.
- Beyond ist die Enterprise-Stufe. Hier liegt unter anderem das native Subscriptions-Feature für wiederkehrende Bestellungen – laut Shopware-Dokumentation ab Plan Beyond verfügbar.
Die genaue Feature-Zuordnung verschiebt sich mit jedem Release. Wenn eine bestimmte Funktion für dich kaufentscheidend ist, schau sie in der offiziellen Feature-Übersicht nach, statt dich auf einen Blogartikel zu verlassen – auch nicht auf diesen.
Shopware Cloud oder self-hosted: Was pro Monat wirklich anfällt
Der zweite Preis-Hebel ist die Betriebsform, und die hängt an der Edition:
Community Edition = immer self-hosted. Shopware stellt die Community Edition ausdrücklich nicht in der Cloud bereit; Installation, Updates und Wartung liegen bei dir bzw. bei deinem Dienstleister. Dafür hast du vollen Zugriff auf den Code und kannst eigene Entwicklungen einbauen – die Voraussetzung für alles, was wir an individuellen Shopware-Plugins bauen.
Cloud (SaaS/PaaS). Shopware übernimmt Hosting, Updates, Sicherheit und Skalierung. Du startest schneller und brauchst weniger technische Ressourcen im Haus, bezahlst das aber mit weniger Kontrolle über Infrastruktur und Deployment.
Self-hosted mit bezahltem Plan. Der Mittelweg: kommerzielle Features über die Commercial-Erweiterung, Betrieb aber auf deinem eigenen Server. Hosting, Backups und Updates zahlst und verantwortest du selbst.
Beim Hosting bewegst du dich je nach Anbieter und Shopgröße realistisch zwischen etwa 20 und 60 € im Monat für kleine Shops und mehreren hundert Euro für gut besuchte Systeme. Das sind Marktpreise, keine Zahlen von uns – aber sie gehören in die Rechnung. Wie sich das mit den übrigen Posten summiert, haben wir in Was kostet ein Shopware-Shop? durchgerechnet.
Welche Edition dein Shop wirklich braucht: drei Szenarien
In unseren Projekten sehen wir die Editionsfrage fast immer in einer von drei Ausprägungen.
1. Der B2C-Shop unter der GMV-Grenze. Zwischen 200 und 800 Artikeln, klassischer Checkout, Versand über einen Dienstleister, vielleicht eine Warenwirtschafts-Anbindung. Antwort: Community Edition. Ehrlich gesagt gibt es hier fast nie einen Grund für einen bezahlten Plan. Was an Funktionen fehlt, ist in aller Regel entweder im Standard versteckt oder als Plugin günstiger zu haben als 7.200 € Lizenzkosten pro Jahr.
2. Der wachsende Shop, der die Grenze reißt. Hier ist die Frage keine Abwägung mehr, sondern eine Vertragsfrage: Über 1 Mio. € GMV führt der Weg laut Fair Usage Policy zu einem bezahlten Plan. Der praktische Rat: Rechne die Lizenz früh in dein Deckungsbeitrags-Modell ein und sprich mit Shopware, bevor du die Schwelle reißt – Preise sind an den GMV gekoppelt und damit verhandelbar.
3. Der B2B-Händler oder Abo-Verkäufer. Wer kundenindividuelle Preislisten, Freigabeprozesse oder echtes Abo-Commerce braucht, landet bei Evolve oder Beyond. Hier lohnt der Vergleich: Was kostet der Plan pro Jahr, und was würde es kosten, genau die zwei Funktionen zu bauen, die du wirklich brauchst? Manchmal gewinnt der Plan, weil du fünf Dinge auf einmal bekommst und Shopware sie pflegt. Manchmal gewinnt die Eigenentwicklung deutlich. Das ist eine Rechenaufgabe, keine Glaubensfrage.
Top tip
Bevor du wegen einer einzelnen Funktion die Edition wechselst, mach den Gegentest: Wie viel kostet der Plan über drei Jahre, und was würde exakt diese Funktion als eigenes Plugin kosten? Rise über drei Jahre sind 21.600 € – dafür bekommst du eine ganze Reihe maßgeschneiderter Funktionen, die dir dann auch gehören. Umgekehrt: Wenn du fünf der Plan-Features wirklich nutzt, ist der Plan der günstigere Weg. Die Zahl entscheidet, nicht das Bauchgefühl.
Premium-Features nachbauen statt Edition wechseln
Ein Missverständnis vorweg, damit niemand auf die falsche Idee kommt: Ein eigenes Plugin ersetzt keine Lizenzpflicht. Wenn du über 1 Mio. € GMV liegst, brauchst du laut Fair Usage Policy einen Plan – daran ändert kein Plugin etwas.
Was ein Plugin sehr wohl ersetzen kann, ist ein Edition-Upgrade, das du nur wegen einer einzelnen Funktion erwägst. Und das ist der häufigere Fall. Typische Beispiele aus der Praxis: eine bestimmte Automatisierung, eine spezielle Preislogik für Stammkunden, eine Bedingung im Checkout, ein Report, den es so nicht gibt.
Die Größenordnung: Ein kompaktes Plugin mit einer klar umrissenen Funktion beginnt bei uns ab 990 €, ein umfangreiches mit eigener Admin-Oberfläche und Schnittstelle ab 2.900 €. Gegen 600 €/Monat gerechnet ist das kompakte Plugin nach knapp zwei Monaten durch. Die vollständigen Spannen und die Break-even-Rechnung stehen in Was kostet ein Shopware-Plugin?, und welche Funktionen schon im Standard stecken – ohne dass du dafür irgendetwas zahlen müsstest – haben wir in Shopware Hidden Features & Premium-Plugins aufgeschrieben.
Der ehrliche Gegenpunkt: Ein Plugin musst du pflegen. Bei Shopware-Hauptversionen fällt Anpassungsaufwand an. Der Plan pflegt sich dagegen von selbst. Bei einer Funktion gewinnt fast immer das Plugin, bei fünf fast immer der Plan.
Was zur Lizenz dazukommt: Projekt, Hosting, Betreuung
Der Punkt, an dem die meisten Kalkulationen schiefgehen: Die Lizenz ist selten der größte Posten. Der Shop muss gebaut, eingerichtet, befüllt und betrieben werden.
| Kostenblock | Wer kassiert | Größenordnung |
|---|---|---|
| Lizenz / Plan | Shopware AG | 0 € (CE) bis vierstellig monatlich |
| Projekt (Aufbau, Theme, Schnittstellen) | Agentur/Entwickler | einmalig, ab 5.900 € |
| Hosting & Domain | Hoster | monatlich, marktabhängig |
| Zahlungsanbieter | PSP | Prozentsatz pro Transaktion plus Fixbetrag |
| Betreuung & Wartung | Agentur/Entwickler | monatlich, ab 199 €/Monat |
Bei uns startet der Aufbau eines Shopware-Shops ab 5.900 €, der größere Ausbau mit Schnittstellen und individuellen Funktionen ab 11.900 €, eine Migration von Shopware 5 auf 6 ab 3.900 €. Die laufende Shopware-Betreuung liegt ab 199 €/Monat, alles Weitere rechnen wir nach Aufwand mit 79 €/h ab. Alle Pakete und Bausteine im Detail findest du auf unserer Preisseite.
Warum wir das so offen hinschreiben: Weil die Editionsfrage in Angeboten gern als Verkaufsargument missbraucht wird. Wenn dir jemand einen bezahlten Plan empfiehlt, ohne deinen GMV zu kennen und ohne dir zu sagen, welche konkrete Funktion du daraus brauchst, ist das keine Beratung.
Häufige Fragen
Ist Shopware 6 kostenlos?
Ja, die Shopware Community Edition steht unter MIT-Lizenz und kostet keine Lizenzgebühr – du darfst sie kommerziell einsetzen. Seit dem 24. März 2025 gilt allerdings eine Fair Usage Policy: Ab 1 Mio. € Jahres-GMV über den Shopware-Shop musst du auf Rise, Evolve oder Beyond wechseln, um den Zugriff auf Shopware Account und Store zu behalten. Die GMV-Meldung ist für alle Community-Edition-Nutzer verpflichtend. Quelle: shopware.com, abgerufen am 8. September 2026.
Was kostet Shopware pro Monat?
Die Community Edition kostet 0 € Lizenzgebühr pro Monat – du zahlst nur Hosting und Betreuung. Die bezahlten Pläne beginnen laut Shopware-Preisseite bei 600 €/Monat für Rise und 2.400 €/Monat für Evolve; Beyond wird individuell bepreist. Shopware koppelt die Preise an deinen GMV und weitere individuelle Faktoren, die genannten Beträge sind also Einstiegspreise. Stand: 8. September 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Rise, Evolve und Beyond?
Die Pläne bauen aufeinander auf. Rise ergänzt die Community Edition um Automatisierung und KI-Funktionen wie den AI Copilot sowie schnelleren Hersteller-Support. Evolve kommt mit B2B-Funktionen dazu: kundenindividuelle Preise, Angebots- und Freigabeprozesse, erweiterte Rechte. Beyond ist die Enterprise-Stufe und enthält unter anderem das native Subscriptions-Feature für wiederkehrende Bestellungen. Rise lässt sich direkt im Shopware Account buchen, für Evolve und Beyond musst du den Shopware-Vertrieb kontaktieren.
Brauche ich Shopware Cloud oder self-hosted?
Die Community Edition gibt es ausschließlich self-hosted – in der Shopware Cloud ist sie nicht verfügbar. In der Cloud übernimmt Shopware Hosting, Updates und Sicherheit, du hast dafür weniger Kontrolle über die Infrastruktur. Self-hosted verantwortest du Server, Backups und Updates selbst, hast aber vollen Codezugriff und kannst eigene Entwicklungen einbauen. Wenn individuelle Plugins oder tiefe Schnittstellen geplant sind, ist self-hosted meist der praktikablere Weg.
Lohnt sich ein Edition-Upgrade wegen einer einzelnen Funktion?
Meist nicht. Rise kostet über drei Jahre 21.600 €. Ein kompaktes Shopware-Plugin mit einer klar umrissenen Funktion startet bei uns ab 990 €, ein umfangreiches mit Admin-Oberfläche und Schnittstelle ab 2.900 € – und gehört danach dir. Umgekehrt gilt: Nutzt du fünf oder mehr Funktionen eines Plans wirklich produktiv, ist der Plan der günstigere und wartungsärmere Weg. Wichtig: Ein Plugin ersetzt keine Lizenzpflicht. Über 1 Mio. € GMV brauchst du laut Fair Usage Policy einen bezahlten Plan.
Was kostet ein Shopware-Shop insgesamt?
Rechne in drei Blöcken. Lizenz: 0 € mit der Community Edition, sonst der Plan-Preis. Projekt: Bei uns ab 5.900 € für den Aufbau, ab 11.900 € für den größeren Ausbau mit Schnittstellen, ab 3.900 € für eine Migration von Shopware 5. Laufend: Hosting je nach Anbieter und Shopgröße etwa 20 bis 60 € im Monat für kleine Shops, dazu die Gebühren des Zahlungsanbieters und die Betreuung ab 199 €/Monat. Weiterentwicklung rechnen wir nach Aufwand mit 79 €/h ab.
Du weißt nicht, ob dein Shop wirklich einen bezahlten Plan braucht – oder ob dir jemand einen verkaufen will, den du gar nicht brauchst? Schick uns kurz deine Eckdaten: ungefährer Jahresumsatz, welche Funktion dir fehlt, ob B2C oder B2B. Wir schauen im kostenlosen Erstgespräch ehrlich drauf und sagen dir, ob Community Edition, ein Plan oder ein eigenes Plugin die günstigere Antwort ist. Auch wenn die Antwort lautet: Lass alles, wie es ist.