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Websites & SEO

Weblication-Agentur wechseln: So läuft die Übergabe

Die Weblication-Agentur zu wechseln ist unangenehmer, als es sein müsste – aber technisch selten ein Problem. Du brauchst fünf Zugänge, die dir ohnehin gehören, ein vollständiges Backup und jemanden, der die Installation lesen kann. Die Website bleibt dabei online, deine Inhalte bleiben, wo sie sind, und ein Neubau ist fast nie nötig. Was den Wechsel wirklich aufhält, ist nicht die Technik, sondern die alte Agentur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fünf Zugänge: Server, Weblication-Admin mit Update-Rechten, Lizenzschlüssel, Domain/DNS und die Angaben zum Mailversand.
  • Die Lizenz gehört dir, auch wenn sie im Kundenkonto der alten Agentur verwaltet wird – bezahlt hast du sie.
  • Kein Neubau: Ein Weblication-Projekt ist ein Verzeichnis ohne Datenbank. Kopieren reicht, die Website bleibt online.
  • Reihenfolge: Erst Zugänge sichern, dann kündigen. Umgekehrt wird es zäh.

Woran du merkst, dass der Wechsel überfällig ist

Die meisten warten zu lange – weil „läuft ja" ein bequemer Zustand ist. Drei Signale, die du selbst prüfen kannst, ohne technisches Vorwissen:

1. Der Versionsstand. Melde dich im Weblication-Admin an; die Version steht in der Update-Verwaltung. Aktuell ist Version 21, veröffentlicht am 1. Juli 2026. Version 20 hatte davor das KI-Suchmodul, das Modul Leichte Sprache und eigene Werkzeuge für Barrierefreiheit gebracht. Wenn dort noch 19 oder älter steht und dir seit zwei Jahren niemand ein Update angeboten hat, wird deine Website nicht betreut, sondern nur gehostet.

2. Die Reaktionszeit. Nicht „die antworten manchmal langsam", sondern: Wann hast du zuletzt auf eine E-Mail eine Antwort bekommen? Wenn du für eine Textänderung zweimal nachfassen musst, wird es im Ernstfall – Website offline, Formular schweigt – nicht besser.

3. Die Lizenzrechnung. Hast du jemals eine Rechnung für die Weblication-Lizenz oder die Softwarepflege gesehen? Wenn nicht, läuft sie über das Kundenkonto der Agentur. Das ist verbreitet und erstmal nicht schlimm – aber es heißt, dass du im Streitfall erst klären musst, was dir gehört.

Ein viertes Signal ist unauffälliger und wiegt am schwersten: Niemand in deinem Unternehmen weiß, wo die Zugänge liegen. Nicht die zur Website, nicht die zur Domain, nicht die zum Hosting. Solange die alte Agentur erreichbar ist, fällt das nicht auf. Wenn sie es nicht mehr ist, wird daraus die eigentliche Baustelle.

Diese fünf Zugänge brauchst du – und wem sie gehören

Eine Übernahme scheitert praktisch nie am CMS. Sie scheitert an fehlenden Zugängen. Das hier ist die Liste, die wir bei jeder Übernahme abarbeiten:

ZugangWo er liegtOhne ihn geht nicht
Server: FTP/SSH oder Hosting-Panelbeim HosterBackup, Dateizugriff, PHP-Version prüfen
Weblication-Admin mit Update-Berechtigungin deiner InstallationVersionsstand, Update-Verwaltung, Vorlagen
Lizenzschlüssel und Zugang zur LizenzverwaltungKundenkonto beim HerstellerUpdates auf neue Hauptversionen
Domain und DNSbeim RegistrarUmzug, Mailzustellung, SSL
Mailversand: SMTP-Daten bzw. SPF-, DKIM-, DMARC-EinträgeHoster und DNSFormularmails, die tatsächlich ankommen

Der Punkt, den viele unterschätzen, ist der letzte. Formulare sind bei Firmen-Websites oft die einzige Funktion, an der direkt Umsatz hängt – und ausgerechnet dort entscheidet die Zustellung über DNS-Einträge, die niemand dokumentiert hat. Wie du prüfst, ob deine Formularmails ankommen, steht in Weblication: Formularmails kommen nicht an.

Top tip

Sichere die Zugänge, bevor du kündigst. Eine Agentur, die noch auf einen Anschlussauftrag hofft, gibt Daten deutlich bereitwilliger heraus als eine, die gerade die Kündigung gelesen hat. Bitte schriftlich um eine Übersicht „für unsere interne Dokumentation" – das ist kein Trick, sondern genau das, was ohnehin in jedem Unternehmen liegen sollte.

Was die alte Agentur herausgeben muss

Wir sind keine Anwälte, deshalb hier die praktische Sicht statt einer Rechtsauskunft. Drei Dinge sind in aller Regel unstrittig deins:

  • Die Lizenz. Sie wurde für dein Projekt gekauft oder gemietet und von dir bezahlt – auch wenn sie über das Konto der Agentur läuft. Der Hersteller kann sie deinem eigenen Konto zuordnen; dafür braucht es die Mitwirkung der alten Agentur oder den Nachweis, dass du bezahlt hast.
  • Das Projektverzeichnis. Weblication arbeitet ohne Datenbank: Inhalte liegen als XML-Dateien im Dateisystem, die Gestaltung steckt in den Vorlagen. Ein vollständiges Verzeichnis ist deine komplette Website samt Inhalten und Vorlagen. Das ist ein handfester Vorteil gegenüber datenbankgestützten Systemen – es gibt nichts, was jemand „vergessen" kann zu exportieren.
  • Die Domain. Du bist Inhaber, auch wenn die Agentur als administrativer Kontakt eingetragen ist. Über den Registrar kommst du an den Auth-Code, mit dem die Domain zu einem anderen Anbieter umzieht.

Heikler wird es bei individuell entwickelten Erweiterungen. Was dir daran gehört, steht im Vertrag – und wenn dort nichts steht, ist es eine Verhandlung. Frag früh danach, nicht erst beim Wechsel.

Und wenn die alte Agentur gar nicht mehr existiert? Dann führt der Weg über die Domain: Die Whois-Abfrage zeigt den Registrar, der Registrar kennt den Inhaber, und über den Hoster kommst du an den Server. Beim Hersteller lässt sich die Lizenz anhand der Domain zuordnen. Das dauert länger als der Normalfall, funktioniert aber – und ist der Grund, warum eine verwaiste Weblication-Website kein Totalverlust ist.

Die erste Woche: Backup, Versionsstand, Formulartest

Sobald die Zugänge da sind, läuft immer dasselbe Programm. In dieser Reihenfolge, und mit gutem Grund:

  1. Vollständiges Backup, bevor irgendjemand irgendetwas anfasst. Projektverzeichnis plus Serverkonfiguration, abgelegt außerhalb des Servers.
  2. Bestandsaufnahme: Weblication-Version, Edition (CORE oder GRID), Vorlagen-Generation, installierte Module, PHP-Version des Servers. Seit Version 17 verlangt Weblication mindestens PHP 8.1 – und weil 8.1 selbst keinen Support mehr bekommt, sollte 8.2 oder neuer laufen. Steht dort noch PHP 7.x, ist das der eigentliche Engpass.
  3. Kopie statt Live-System. Ein Update spielen wir auf einer Kopie ein, nie direkt auf der laufenden Seite. Alte BASE-Classic-Vorlagen brauchen dabei Handarbeit, während der mitgelieferte BASE-Analyzer die neueren Vorlagen weitgehend selbst umstellt.
  4. Formular- und Layout-Test. Jedes Formular einmal absenden und prüfen, ob die Mail wirklich im Postfach landet – nicht im Spam. Dazu ein Blick auf die wichtigsten Seitentypen.
  5. Zugänge dokumentieren. Am Ende liegt eine Übersicht bei dir, nicht nur bei uns. Genau das hat beim letzten Mal gefehlt, sonst wäre dieser Wechsel nicht so mühsam.

Realistisch ist eine Übernahme damit in ein bis zwei Wochen durch. Diese Frist läuft ab dem Moment, in dem alle Zugänge vorliegen – nicht ab dem Tag, an dem du dich für den Wechsel entscheidest. Wenn sich eine Übernahme zieht, liegt es fast immer an der Seite, die noch etwas herausrücken muss. Steht ohnehin ein neues Design an, lohnt der Blick auf Weblication-Relaunch ohne Ranking-Verlust, weil sich beides in einem Rutsch planen lässt.

Was der Wechsel kostet – und was er nicht kostet

Der ehrliche Teil zuerst: Eine Übernahme ist Arbeitszeit, keine Pauschale. Bestandsaufnahme, Backup, Zugangsklärung und der erste Update-Test rechnen wir nach Aufwand mit 79 €/h ab. Bei einer gepflegten Installation ist das ein überschaubarer Posten; bei einer, die fünf Jahre niemand angefasst hat, wird daraus ein kleines Projekt – was daran hängt, sagen wir dir vorher, nicht hinterher.

Danach hast du die Wahl: feste Pflege ab 49 €/Monat für Updates, Backups, Monitoring und kleine Änderungen, oder Betreuung auf Abruf nach Aufwand. Welches Modell günstiger ist, entscheidet schlicht, wie oft du im Jahr etwas brauchst – ab etwa acht Stunden Aufwand pro Jahr lohnt sich die Pauschale. Was eine Weblication-Website insgesamt kostet, haben wir in Was kostet eine Weblication-Website? aufgeschlüsselt.

Was beim Wechsel nicht anfällt: eine neue Lizenz (die hast du bereits), ein Relaunch (deine Website bleibt, wie sie ist), eine Einrichtungsgebühr und eine Mindestvertragslaufzeit. Wenn dir jemand für eine Übernahme einen Neubau anbietet, ohne vorher in die Installation geschaut zu haben, ist das keine Übernahme, sondern ein Verkaufsgespräch.

Und wenn wir das übernehmen?

Übernahmen bestehender Installationen sind einer unserer häufigsten Fälle – Details dazu stehen auf unserer Seite zur Weblication CMS Agentur. Du schreibst dabei direkt Marcel, also dem Entwickler, der die Arbeit auch macht. Nachprüfbar ist das an zwei Dingen: Die Lösungswege zu den typischen Weblication-Problemen stehen hier im Blog, offen dokumentiert – das ist belastbarer als jedes Versprechen über Reaktionszeiten. Und Lizenz, Hosting und Domain laufen bei uns auf dich; wenn du irgendwann weiterziehst, bekommst du alles dokumentiert mit. Eine Betreuung, die nur hält, weil der Ausstieg weh tut, ist keine Betreuung.

Du hast eine Weblication-Website und weißt gerade nicht, wer sich eigentlich kümmert? Schick uns die Domain – wir schauen uns Versionsstand und Zugangslage an und sagen dir ehrlich, was zu tun ist und was es kostet. Das Erstgespräch ist kostenlos und verpflichtet zu nichts.

Häufige Fragen

Muss meine Website beim Agenturwechsel offline gehen?

Nein. Solange der Server bleibt, wird auf einer Kopie gearbeitet und die Live-Website läuft unverändert weiter. Nur wenn zusätzlich der Hoster wechselt, gibt es ein kurzes Umschaltfenster – das planen wir auf einen Zeitpunkt mit wenig Verkehr und bereiten die DNS-Umstellung vorher so vor, dass sie schnell greift.

Was passiert mit der Weblication-Lizenz der alten Agentur?

Die Lizenz gehört zu deinem Projekt, nicht zur Agentur – bezahlt hast du sie. Läuft sie im Kundenkonto der alten Agentur, lässt sie sich beim Hersteller deinem eigenen Konto zuordnen. Bei einer Mietlizenz solltest du zusätzlich klären, wer sie ab wann bezahlt, damit die Updates nicht mitten im Wechsel auslaufen.

Kann ich wechseln, ohne mich langfristig zu binden?

Ja. Bei uns gibt es keine Mindestvertragslaufzeit. Du kannst die Übernahme nach Aufwand beauftragen und danach entscheiden, ob du eine feste monatliche Pflege möchtest oder uns nur bei Bedarf holst. Beides lässt sich beenden, und beim Ende bekommst du alle Zugänge dokumentiert.

Wie erreiche ich euch, wenn wirklich etwas brennt?

Direkt, ohne Ticket-System. Ehrlich dazu gehört: Wir sind ein kleines Team ohne Schichtbetrieb und versprechen deshalb keine Reaktionszeit rund um die Uhr. Bei dringenden Themen sagen wir dir zeitnah, ob wir es heute schaffen oder erst morgen, statt dich hinzuhalten. Brauchst du eine zugesicherte Reaktionszeit, vereinbaren wir sie schriftlich.

Was, wenn die alte Agentur nicht mehr existiert?

Dann führt der Weg über die Domain: Die Whois-Abfrage zeigt den Registrar, über den Registrar kommst du als Inhaber an den Auth-Code, und der Hoster gibt dir bei nachgewiesener Berechtigung Zugriff auf den Server. Die Lizenz lässt sich beim Hersteller anhand der Domain zuordnen. Das dauert länger als der Normalfall, ist aber machbar.